Vorboten

Vorboten

 

Grau und gelb sind alle Wälder.

Grau und trist ist alle Welt.

Wer den Hebst mag, dem gefällt er.

Weniger, was mir gefällt.

 

Denn ich laufe durch den Garten

und ich sehe nur noch rot.

Ist der Winter zu erwarten

fühlt sich bald mein Herz wie tot.

 

Dich umlagert von dem Nebel,

der den Sinn umfangen hält,

sieht man selten in der Regel,

was sich aus dem Nebel schält.

 

Ewig fallen leise Tropfen.

Ewig fallen Tropfen laut.

Schon hör´ ich die Kälte klopfen;

merk, wie sie die Wärme raubt.

 

Ich verschließe meine Augen

vor dem grauen Winterboten;

sehe kaum die Blätter stauben,

sehe kaum die leuchtend roten.

 

Denn ich warte auf das Ende

des Winters, das mich bald erlöst

aus dem Schlaf, denn bis zur Wende

hab´ ich lang genug gedöst.